Eine quellenbasierte Übersicht der öffentlich bekannten Kandidaturen, Konsortien und Standorte. Absichtserklärungen werden ausdrücklich von bestätigten Angebotseinreichungen getrennt.
18Mitgliedstaaten im gemeinsamen Vergabeverfahren
7mögliche Gigafactories in zwei Losen
€10 Mrd.EU- und nationale öffentliche Mittel
€20+ Mrd.angestrebte private Investitionen
NEU
Neu aufgenommen · Primärquelle vom 30. Juli 2026
Irland beteiligt sich mit 10 Mio. Euro an französischer AI-Rechenkapazität
Die irische Regierung erklärte ihre Teilnahme an der AI-Gigafactories-Initiative und kündigte an, gemeinsam mit Frankreich für 10 Mio. Euro Rechenzeit aus einer in Frankreich gelegenen AI Gigafactory zu beschaffen.
Der Zugang steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt eines erfolgreichen französischen Angebots. Die Quelle benennt kein konkretes Bewerberkonsortium; eine Verbindung zu AION oder ÆTHER ist daher öffentlich nicht bestätigt.
Status: staatliche Teilnahmeabsicht und Beschaffungspartnerschaft — keine Kandidatur und keine bestätigte Angebotseinreichung Irlands.
Wichtig: Eine öffentliche Liste eingereichter Angebote liegt noch nicht vor. „Kandidatur“ und „Teilnahmeabsicht“ sind keine Einreichungsbestätigung.
DeutschlandTeilnahmeabsicht
Polarise
Polarise · Konsortialpartner noch offen
Polarise will eigene Standorte in ein Konsortium einbringen. Ein eingereichtes Angebot und die endgültige Zusammensetzung sind öffentlich nicht belegt.
Standorte: München, Oslo; weitere vorbereitete Flächen in Bayern und Nordrhein-Westfalen genannt
Deutsche Telekom · Konsortialpartner öffentlich nicht benannt
Die Telekom erklärt in einem offiziellen Medienbriefing, intensiv an der Ausschreibung und an einer Bewerbung für eine europäische KI-Gigafactory zu arbeiten. Das belegt eine erklärte Teilnahmeabsicht und Bewerbungsvorbereitung, aber keine bestätigte Angebotseinreichung.
Standort: nicht bestätigt. Der Ausbau der bestehenden Industrial AI Cloud in München belegt nicht, dass München als Standort der EuroHPC-Bewerbung vorgesehen ist.
Freistaat Bayern · Leibniz-Rechenzentrum / Bayerische Akademie der Wissenschaften · weitere Konsortialpartner öffentlich nicht vollständig benannt
Der Freistaat Bayern reichte am 24. Juni 2025 eine Interessenbekundung für Blue Swan ein. Der bayerische Ministerrat berichtete am 14. Oktober 2025 über die weitere Konsortialbildung und die Vorbereitung einer Blue Swan Service GmbH. Im März 2026 bezeichnete die Staatsregierung das Vorhaben weiterhin als Bewerbung um eine EU-AI-Gigafactory.
Damit sind die ältere Interessenbekundung und staatlich fortgeführte Bewerbungsvorbereitung belegt. Eine Angebotseinreichung im laufenden EuroHPC-Tender sowie die vollständige aktuelle Konsortialstruktur sind öffentlich nicht bestätigt.
Die acht Unternehmen haben AION als französischen Kandidaten vorgestellt. Eine formale Einreichung im laufenden Verfahren ist noch nicht öffentlich nachgewiesen.
Standort: öffentlich noch nicht abschließend benannt
2CRSi · Nhood · Demathieu Bard · Equans · Axelera AI · SiPearl · ÉS · Socomec · Projex · Haffner Energy · Viridien · Dassault Systèmes / OUTSCALE
Das Konsortium kündigte seine Kandidatur vor Öffnung des formalen Tenders an. Ob es unverändert eingereicht hat, ist öffentlich noch nicht ersichtlich.
Standorte: zwei geplante Anlagen in der Region Straßburg
OVHcloud · OVHai · Shadow · Qwant · Gladia · Dragon LLM als mögliche Partner genannt; kein Konsortium bestätigt
OVHcloud erklärt offiziell, eine Teilnahme am EuroHPC-Verfahren zu prüfen. Nach Unternehmensangabe wäre sie nur über ein neu zu bildendes Konsortium großer GPU-Nutzer sinnvoll. Die genannten Unternehmen sind damit noch nicht als Mitglieder bestätigt; auch eine Kandidatur oder Angebotseinreichung ist öffentlich nicht bestätigt.
Standort: öffentlich nicht bestätigt. Der Hinweis auf europäische Rechenzentrumskapazitäten legt keinen Bewerbungsstandort fest.
Irische Regierung · Frankreich; kein bestimmtes Bewerberkonsortium benannt
Irland erklärte am 30. Juli seine Teilnahme an der europäischen AI-Gigafactories-Initiative und stellte 10 Mio. Euro für die Beschaffung von Rechenzeit aus einer in Frankreich gelegenen AI Gigafactory in Aussicht. Die Umsetzung soll über drei Jahre durch das Irish Centre for High-End Computing an der University of Galway gemeinsam mit CeADAR erfolgen.
Der angekündigte Zugang steht unter dem Vorbehalt eines erfolgreichen französischen Angebots. Das belegt eine staatliche Teilnahmeabsicht und Beschaffungspartnerschaft, aber keine irische Kandidatur und keine bestätigte Angebotseinreichung. Welches französische Konsortium gemeint ist, ist öffentlich nicht bestätigt; aus der Quelle folgt insbesondere keine Zuordnung zu AION oder ÆTHER.
Beschaffungsziel: AI-Rechenkapazität an einem Standort in Frankreich; konkreter Standort öffentlich nicht bestätigt
ACS AIID · Telefónica · Banco Santander · SETT; zuvor außerdem Multiverse Computing und Generalitat de Catalunya genannt
Die EU-Kommission genehmigte die gemeinsame Projektgesellschaft. Das ist eine offizielle Veränderung des Projektstands, jedoch keine bestätigte Angebotseinreichung.
Standorte: Móra la Nova (Tarragona) und San Fernando de Henares (Madrid) angekündigt; die Fusionsentscheidung nennt Tarragona
Leonardo · Eni · Fondazione AI4I; weitere Partner offen
Eine Kandidatur wird nach Öffnung des Tenders berichtet. Konsortialkreis, Standort, Finanzierung und formale Einreichung sind nicht vollständig aus Primärquellen dokumentiert.
Die portugiesische Regierung bestätigt die Kandidatur und private Partner, veröffentlicht aber keine vollständige Liste. Eine Einreichung im aktuellen Tender ist nicht öffentlich belegt.
Standort: Sines; weitere portugiesische Standorte wurden diskutiert
Finnische Regierung · Unternehmens-Konsortium noch nicht aktuell bestätigt · Nokia führte die Interessenbekundung 2025
Am 8. Oktober legte die finnische Regierung dem Parlament den dritten Nachtragshaushalt 2026 vor. Vorgeschlagen wird eine Haushaltsvollmacht von 80 Mio. Euro für die Beschaffung von Kapazität einer EU-geführten AI Gigafactory. Erklärtes Ziel ist eine mittelgroße AI Gigafactory in Finnland; ein Unternehmens-Konsortium soll in einem wettbewerblichen Vergabeverfahren für Bau und Betrieb ausgewählt werden.
Das belegt einen formalen staatlichen Finanzierungs- und Teilnahmevorbereitungsschritt, aber weder eine bestätigte Angebotseinreichung noch die aktuelle Rolle oder Zusammensetzung des Nokia-geführten Konsortiums aus der Interessenbekundungsphase 2025.
Standort: öffentlich nicht bestätigt. Die Regierungsmitteilung legt keinen Standort fest.
Polen · Tschechien · Litauen · Ungarn; Verhältnis zum privaten Baltic-AI-Konsortium von 2025 noch offen
Ungarns Regierung erklärte, dem polnisch geführten Konsortium in einer ersten Phase mit 25 Mio. Euro beizutreten. Genannt werden außerdem Beiträge Polens und Tschechiens von jeweils 100 Mio. Euro sowie Litauens von 5 Mio. Euro. Das belegt eine erklärte Teilnahme und Konsortialerweiterung, aber noch keine Angebotseinreichung im laufenden Tender.
Am 3. September unterzeichneten Polen und Tschechien ein Regierungsmemorandum zur KI-Zusammenarbeit. Die polnische Mitteilung stellt es in den Kontext der aktiven polnischen Gigafactory-Teilnahme; die tschechische Mitteilung nennt die Vernetzung geplanter Gigafactories. Das belegt staatliche Koordination, aber weder ein gemeinsames Bewerberkonsortium noch eine Einreichung. PAP Biznes berichtet unter direkter Berufung auf Staatssekretär Dariusz Standerski von drei in Polen vorbereiteten Konsortien. Da weder Namen noch Bestätigungen der Unternehmen vorliegen, bleibt diese Zahl ein unbestätigter Medienbericht.
Standortstruktur: öffentlich nicht bestätigt; das Verhältnis der berichteten drei polnischen Konsortien zum bekannten Mehrstaatenprojekt, zu AI Gigafactory CZ und Baltic AI bleibt offen.
AI-KOMU · Ifeile Investments; weitere Konsortialpartner öffentlich nicht vollständig benannt
AI-KOMU erklärte, dem litauisch geführten Gintaras-Konsortium für die Ausarbeitung einer Bewerbung beigetreten zu sein. Ifeile Investments meldete ein Mandat zur Kapitalbeschaffung für das mit rund 4,6 Mrd. Euro veranschlagte Vorhaben. Damit sind Kandidatur und Erweiterung aus zwei Unternehmensquellen belegt; eine Angebotseinreichung ist öffentlich nicht bestätigt.
Standort: Kaunas vorgesehen. Das Verhältnis zum polnisch geführten Mehrstaaten-Konsortium und zur Baltic-AI-Interessenbekundung von 2025 ist öffentlich nicht geklärt.
České Radiokomunikace · Multiverse Computing; IT4Innovations in der Vorphase genannt
Das tschechische Industrieministerium führt Tschechien nach Öffnung des Tenders als Kandidaten für die mittlere Skala. Am 14. September bestätigte es außerdem eine mit EuroHPC geschlossene Vereinbarung über die gemeinsame Vergabe öffentlicher Aufträge, die es als wichtige Voraussetzung für die tschechische Projektbeteiligung bezeichnet. Das Abschlussdatum der Vereinbarung ist öffentlich nicht genannt. Zuvor unterzeichneten CRA und Multiverse Computing ein strategisches Memorandum: Multiverse erklärte die Absicht, bis zu 30 MW Kapazität abzunehmen und bis zu 50 Mio. Euro zu investieren. Kandidatur, Partnerschaft und staatlicher Verfahrensschritt sind damit belegt; eine Angebotseinreichung im laufenden Verfahren ist öffentlich nicht bestätigt.
Standort: Prague Gateway DC bei Prag als mögliche Projektbasis; die endgültige Festlegung im Angebot ist öffentlich nicht bestätigt. Die Prager Erklärung vom 3. September belegt regionale Infrastrukturkooperation, aber keinen Beitritt aller neun Staaten zu diesem Bewerberkonsortium.
PPC bekundete 2025 Interesse an Westmakedonien. Medien erwarten eine Teilnahme am laufenden Tender; eine eingereichte Bewerbung ist damit nicht bestätigt.
Für diesen Status liegen derzeit keine öffentlichen Projekte vor.
02 · Ausschreibung
Zwei Lose, zwei Entwicklungsphasen
Mitgliedstaaten stellen grundsätzlich einen nationalen Beitrag in Höhe des EU-Anteils bereit. Öffentliche Abnahmezusagen sollen private Investitionen mobilisieren.